MEMORY ROOMS

 

In Memory Rooms setzen sich vier Tanzstücke mit der Architektur, der Geschichte und der aktuellen Funktion des Palais Mamming in Meran auseinander. Es ist ein Gebäude aus der Barockzeit und steht als Ort der Aufbewahrung von Erinnerung dem Publikum offen. Aber es gibt im historischen Gebäude auch „modern“ ausgebaute Räume, in denen zeitgenössische Kunst ausgestellt wird. Die einzelnen Performances befassen sich thematisch einerseits mit der Vergangenheit und dem Rückblick, fordern andererseits aber auch dazu auf, Raum und Sichtweise zu wechseln um neue Visionen zuzulassen. 

 

 

TRANSPARENT ROOMEine durchsichtige Wand erlaubt Ausblicke und Einblicke in die angrenzenden Räume. Manchmal ist unser Blick verzerrt und die Wahrnehmung ist getäuscht; dennoch wird unsere Neugierde geweckt werden und mit ihr der Wunsch, den Raum zu wechseln. Den vertrauten und sicheren Ort zu verlassen hat zur Folge, dass wir uns auf eine unbekannte Reise begeben müssen. Wird der neue Sehnsuchtsort schließlich unseren Erwartungen entsprechen oder werden wir nostalgisch auf das Verlassene zurückblicken?

  

Konzept: Sabine Raffeiner, Christian Lang

Regie, Kostüm, Produktion, Lichtdesign, Requisiten: Sabine Raffeiner 

Choreografie: Hugo Olagnon, Sabine Raffeiner

Tanz: Hugo Olagnon

Foto, Video und Schnitt: Christian Lang

 

 

KALLIOPE UND DIE ANDERENDieses Tanzstück findet im Raum der Musen des Palais Mamming statt. An den Deckenfresken erkennen wir Kalliope, die Muse der epischen Dichtung, Thaleia, die Muse der Komödie, Melpomene, die Muse des Trauergesangs und Terpsichore, die Muse der Musik, der Lyrik und des Tanzes. Die Choreografie atmet die kühle Luft der dicken Steinmauern ein und füllt den Raum mit Leben. Die Tänzerin leiht den zahlreichen barocken Fresken im Raum ihren Körper und ergänzt die unvollständigen, teilweise ausgelöschten Figuren mit Bildern und Erinnerungen an die eigene Biografie.

 

Konzept, Choreografie: Martina Marini

Tanz: Anastasia Kostner

Musik, Sound: Maria Tutzer, Gregor Marini 

 

 

MEMORIA / "Memoria" ist eine visuelle Klanginstallation, die das Publikum zu einer Reise in die individuelle und kollektive Erinnerung einlädt.

Vor der Performance, welche Körper und Stimme vereint, werden die Zuschauer aufgefordert, mit verbundenen Augen einer Partitur aus verschiedenen Klängen zu lauschen, wie zum Beispiel dem Klang des Jodelns, begleitet von schamanischen Trommelschlägen. Der Rhythmus der Trommel aktiviert den Herzschlag, der gemeinsam mit dem Atem der erste vernommene Klang im Bauch der Mutter ist. Diese Erfahrung vereint alle Menschen, unabhängig von Rasse, Geschlecht, Religion oder Kultur. 

 

Konzept, Choreografie, Darstellerin: Francesca Ziviani

Musik, Sound, Darstellerin: Irma-Maria Troy

 

 

STUDIO SULLA RESISTENZA AL CAMBIAMENTO NELLA SPECIE HOMO SAPIENS SAPIENS„Homo Sapiens Sapiens: typisches Merkmal dieses Lebewesens ist seine Beharrlichkeit. Selbst unter schwersten Bedingungen und einschneidenden Veränderungen im Leben hält dieses Lebewesen eisern an seinen Überzeugungen fest. Stark, stolz und tugendreich lässt es sich nicht beeinflussen und geht seinen Weg unbeirrt weiter.“

Diese eigenwillige Performance beleuchtet mit Ironie und Scharfsinn die Kehrseite einer der wichtigsten Tugenden der Spezies Mensch und wirft die Frage auf, ob Standhaftigkeit noch zeitgemäß ist.

 

Konzept, Choreografie, Darstellerin, Kostüm: Tania Ottavi

 

Mit freundlicher Unterstützung von/Con il gentile supporto di Palais Mamming, Elmar Gobbi, Tiziano Rosani, Roberto, Ulrich Egger

 




TANZT, TANZT SONST SIND WIR VERLOREN.

PINA  BAUSCH